Archiv
Das Archiv des Positivrat beinhaltet alle Artikel, welche vor 2020 publiziert wurden. Möglicherweise entsprechen nicht mehr alle dem aktuellsten Stand. Alle Beiträge im Archiv sind datiert und dokumentieren sie einen wichtigen Teil der Geschichte des Lebens mit HIV, der Entwicklung von Behandlung und Therapie sowie der gesellschaftlichen Sichtweise auf HIV und die betroffenen Personen.
Neues aus der Kohortenstudie: Ko-Medikation und Wechselwirkungen
Wieviele HIV-Patienten nehmen nicht nur die HIV-Medikamente, sondern auch andere Präparate ein? Kann das zu Wechselwirkungen führen? Und welchen Einfluss haben diese Ko-Medikationen auf die Wirksamkeit der HIV-Therapie? Diesen Fragen ging eine im März 2010 publizierte prospektive Studie unter den
„Ich freue mich über jeden noch so winzigen Fortschritt“
Richards Doppelinfektion mit HIV und Syphilis hat nicht nur sein Leben, sondern auch seine Einstellung dazu komplett verändert. Seine bereits ins dritte Stadium fortgeschrittene Syphilis-Erkrankung konnte zwar geheilt werden, verursachte aber zuvor Schädigungen am Gehirn. Bis vor Kurzem fühlte sich
EKAF-Statement eindrücklich bestätigt – Therapie wirkt auch als Vorsorge
Für Schlagzeilen an der diesjährigen IAS Konferenz in Rom sorgten aufsehenerregende Daten aus der Prävention. Die Wirksamkeit der Therapie als Präventionsinstrument wurde eindrücklich bewiesen. Erfolge mit Mikrobiziden, PrEP, „test and treat“-Strategien sowie Fortschritte mit Impfstoffen sind sehr ermutigend. Es zeichnet
Afrikanische MigrantInnen in der HIV-Praxis
Dr. med. Markus Frei ist Tropennmediziner und Allgemeinpraktiver mit Schwerpunkt HIV in Luzern. Er betreut seit vielen Jahren eine grosse PatientInnengruppe in der Innerschweiz, davon ein Grossteil Menschen mit Migrationshintergrund. Seit 2009 arbeitet Frei in einer Gruppenpraxis von 5 ÄrztInnen,
Der erste Arztbesuch: was wird gemacht? Wie bereite ich mich vor?
Nach einem bestätigten positiven HIV-Test folgt der erste Arztbesuch. Dieser sollte möglichst rasch erfolgen. Was passiert bei diesem ersten Arzttermin? Wie kannst Du dich darauf vorbereiten? Ein paar Tipps eines erfahrenen Patienten. Privatpraxis oder Uniklinik?Du solltest Dir ein paar Gedanken
Prävention bei, mit oder durch Subsahara-MigrantInnen? – Von der Partizipation zum Empowerment
Nach der Definition von UNAIDS ist die Schweiz von einer „konzentrierten“ HIV-Epidemie betroffen. Das heisst, dass das Virus nicht gleichmässig in der ganzen Bevölkerung verbreitet wurde, sondern in einer oder mehreren Bevölkerungsgruppen deutlich häufiger vorkommt. In der Schweiz gibt es
Therapiestart wann und wie – was muss ich mir überlegen?
Die einen möchten sofort, die andern möglichst spät, einige wenige möglichst gar nicht – Hürden zum Therapiestart gibt es etliche und viele Patienten fühlen sich sehr allein in dieser entscheidenden Situation. Überlegungen und Anregungen eines HIV-positiven Menschen. „Mein Arzt* soll
Multiple sexuelle Partnerschaften – Wichtig für die Prävention?
Es sind noch immer verbreitete Annahmen, dass das sexuelle Verhalten von Menschen in der Region Subsahara-Afrika sich von dem anderer Weltregioen unterscheide und dass dies ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Grund für die massiven HIV-Epidemien in diesen Ländern sei.
Für die Liebe gekämpft
Wie sieht eigentlich der Blick von der anderen Seite her aus? In der Schweiz leben etliche Menschen in serodifferenten Beziehungen, aber HIV-Negative Personen, die sich in dieser Situation befinden, kommen eher selten zu Wort. Eric* aus Zürich hat uns ein
Schwul in Ouagadougou
Basil Nkedi ist 38-jährig und lebt und arbeitet seit 2008 in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. Der Kameruner machte eine Tänzerausbildung und tourte jahrelang mit Tanzkompanien durch ganz Afrika. Unter anderem lebte er lange in Côte d’Ivoire und Äquatorialguinea.
„Multiple Partnerschafte sind keine afrikanische Besonderheit“
Dr. des. Divine Fuh ist Ethnologe an der Universität Basel. Er stammt aus Kamerun und befasst sich seit vielen Jahren mit Fragen der männlichen Identität unter jungen Afrikanern, vorzugsweise in seinem Heimatland. Fuh war als Experte auch während mehrerer Jahre
Interkulturelles Übersetzen im Vormarsch
Wenn es um die Gesundheit geht, ist es entscheidend, zu verstehen und verstanden zu werden. Fremdsprachige brauchen daher bei Beratungsgesprächen oder Arztkonsultationen nicht selten interkulturelles Übersetzen – eine Dienstleistung, die in der multikulturellen Schweiz zusehends an Bedeutung gewinnt. Die Behandlung
Gesundheitsfaktor Migration
Das 2004 vom BAG durchgeführte Gesundheitsmonitoring der Schweizerischen Migrationsbevölkerung (GMM) kommt zu klaren Ergebnissen: Gesundheitswerte, -risiken und –verhalten fallen bei grossen Teilen der Migrationsbevölkerung weniger gut aus als bei SchweizerInnen. Das trifft auch in Bezug auf HIV und andere sexuell
Magen-Darm-Probleme mit der ART
Besonders beim Therapiebeginn und bei der Umstellung eines HIV-Medikaments leiden viele HIV-PatientInnen an Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Diese Beschwerden verschwinden in vielen Fällen nach einigen Wochen. Wenn sie besonders schwer oder andauernd sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man ihnen
Übertragungsrisiken unter HIV-Therapie
Im Januar 2008 publizierte die Eidgenössische Kommission für Aidsfragen (EKAF) das vieldiskutierte Positionspapier zum Transmissionsrisiko unter Therapie bei Menschen mit HIV. In der Zwischenzeit hat sich seitens der Forschung bereits einiges getan. Insgesamt wird der Standpunkt der EKAF bislang bestätigt.
Die Heilung von HIV – Illusion oder bald Realität?
Seit das HI-Virus als AIDS-Erreger identifiziert ist, befasst sich die Wissenschaft mit dem Thema „Heilung“von HIV. Bis vor kurzem noch ein Thema für Verwegene, sorgte es an der heurigen Retrovirenkonferenz für die eigentliche Sensation. Ein konkreter Fall einer Heilung von
Die Epidemie, die macht, was sie will
HIV nimmt insgesamt in der Schweiz seit längerem ab. Aber in bestimmten Gruppen ist die Infektion immer noch stark verbreitet. Warum gibt es solche Unterschiede, und wie kann man dieser Art von Epidemie wirkungsvoll begegnen? Wenn man sich die HIV-Epidemie
iPrex und PrEP machen weiter Schlagzeilen
Ein prominentes Thema an der Retrovirenkonferenz in Boston 2011 waren zusätzliche Daten zur Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP).. Neue Daten gab es insbesondere zu Therapietreue, Nebenwirkungen und zum Resistenzbildungsrisiko. Diskutiert wurde auch die Frage einer Zulassung von HIV-Medikamenten für Präventionszwecke durch die us-amerikanische
Meilenstein im internationalen Arbeitsrecht: HIV und Diskriminierung
Im Juni 2010 hat die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) eine Empfehlung zu HIV/Aids in der Arbeitswelt verabschiedet und anlässlich einer Pressekonferenz im Rahmen der Internationalen Aidskonferenz in Wien im Juli 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt. Es handelt sich um die erste
Die „Allgemeinen Versicherungsbedingungen“
Anfrage von Frau G.B.Seit vielen Jahren arbeite ich in einer Firma, die ihre Angestellten durch eine kollektive Taggeldversicherung gegen Lohnausfall im Krankheitsfall während 720 Tagen versichert hat. Aufgrund meiner HIV-Infektion hatte ich in den letzten Jahren immer wieder z.T. längere