Archiv
Das Archiv des Positivrat beinhaltet alle Artikel, welche vor 2020 publiziert wurden. Möglicherweise entsprechen nicht mehr alle dem aktuellsten Stand. Alle Beiträge im Archiv sind datiert und dokumentieren sie einen wichtigen Teil der Geschichte des Lebens mit HIV, der Entwicklung von Behandlung und Therapie sowie der gesellschaftlichen Sichtweise auf HIV und die betroffenen Personen.
58’000 mal ungeschützter Sex in sero-diskordanter Partnerschaft und kein HIV übertragen
Die Eidgenössische Kommission für Aidsfragen (EKAF, heute EKSG) wirbelte 2008 noch einigen Staub auf als sie sagte, ungeschützter Sex unter sero-diskordanten Paaren bedeute kaum ein Risiko, wenn der infizierte Partner seit mindestens 6 Monaten erfolgreich therapiert sei. Die eben publizierte
Neues aus der Kohortenstudie SHCS: Therapieresistenzen sind Geschichte 1
Noch vor zehn Jahren waren Therapieresistenzen das grosse Schreckgespenst in der HIV-Therapie. Vielen Patienten sass die pure Angst im Nacken – wie lange hält und wirkt die Therapie? Sind irgendwann alle Patienten multiresistent und austherapiert? Eine eben publizierte Studie der
Neues aus der Kohortenstudie SHCS: Wer verursacht Neuansteckungen mit HIV? Die wichtigsten Gründe sind eine frische Infektion und Therapieunterbrüche der Quellperson 1
Was Neuansteckungen mit HIV anbelangt, ist die Schweiz ist in einer eher komfortablen Lage – die Meldungen sind tendenziell seit Jahren rückläufig. Dies betrifft vor allem Neuansteckungen von Frauen. Sogar bei Männern die Sex mit Männern haben sind die neuen
Hepatitis C: Betroffene organisieren sich
Am 28. Juli ist der Welt-Hepatitis-Tag, an dem die WHO jedes Jahr auf das Schicksal der Hepatitis-Kranken in aller Welt aufmerksam macht, insbesondere jenen mit Hepatitis C. In der Schweiz sind schätzungsweise 80‘000 Menschen oder 1% der Bevölkerung mit dem
Zum Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli 2016 – Risikotest für Babyboomer
Zum Welt-Hepatitis-Tag 2016 lanciert das Netzwerk Schweizerische Hepatitis-Strategie die Kampagne «Greatest Hits – Greatest Risks 1950 – 1985». Schätzungsweise 100’000 Menschen leben in der Schweiz mit einer chronischen Hepatitis B oder C. Doch etwa die Hälfte weiss nicht, dass sie
Unsere Bitte an Bundesrat Berset
In einem Brief an Bundesrat Berset bitten wir ihn darum, dass die Schweiz die erste globale Strategie gegen virale Hepatitis der WHO unterstützt. Brief an Bundesrat Berset
Diskriminierungen von Menschen mit HIV – Schnee von gestern?
Erfolgsmeldungen über medizinische Erkenntnisse rund um HIV sind wir uns seit ein paar Jahren gewöhnt. Wer unter wirksamer Therapie ist, ist nicht infektiös und kann gefahrlos ungeschützten Sex praktizieren und Kinder zeugen. Es gibt die Pille, um sich vor einer
HIV-Selbsthilfe in der Schweiz
1986 traf mich die HIV-Diagnose schockartig und ich war hilflos, wie ich damit umgehen musste. Am meisten half mir in dieser Zeit, mit Menschen zu sprechen, die dasselbe erlebten. Darüber zu sprechen ermöglichte es uns, besser zu verstehen, was mit
Launch von EUPATI Schweiz am 3. Februar 2016 in Bern – Was will EUPATI?
Die Europäische Patientenakademie zu therapeutischen Innovationen (EUPATI 1) hat sich zum Ziel gesetzt, Ausbildungsmaterial zu entwickeln, welches Patienten und deren Organisationen wissenschaftlich fundiert, objektiv und in verständlicher Form über Forschung und Entwicklung in der Pharmazie informiert. Patienten sollen befähigt werden,
Neues aus der Kohortenstudie SHCS: Arbeitsfähigkeit und Beschäftigungsgrad von Menschen mit HIV unter antiretroviraler Therapie
Wie steht es um Arbeitsfähigkeit und Beschäftigungsgrad von Menschen mit HIV unter Therapie? Sehr viele Daten gibt es dazu nicht – eigentlich erstaunlich, wo sich doch dank der sehr erfolgreichen Therapien in diesem Bereich einiges verändert hat. Die Forscher der
Kann PrEP uns eine neue sexuelle Revolution bringen?
Nachdem in gewisser Weise bereits ein möglichst früher Einsatz der ART ein sehr effizientes Mittel ist, Neuinfektionen zu reduzieren, könnte das Feuer nun auch in den letzten ‚Infektionsherden‘ zum Erlöschen gebracht werden. Wir müssen heute einsehen, dass es für einige
Kombinationspillen – praktisch und manchmal ein Problem.
HIV-Patienten sind sie geläufig: Kombinationspräparate mit zwei oder drei Medikamenten in einer Tablette. Das ist praktisch, vor allem bei lebenslanger Dauertherapie. Für manche Patienten mit Hepatitis C haben die Kombinationspräparate aber eine Kehrseite. Der Positivrat Schweiz hat deswegen bei Swissmedic
Die Prä-Expositionsprophylaxe PrEP wird salonfähig – für die europäischen Kliniker und in Frankreich resolut, in der Schweiz zögerlich. Und man debattiert mit uns über die Wirksamkeit.
Es war eine kleine Sensation: Die europäischen Behandlungsrichtlinien empfehlen die PrEP auch ohne Zulassung der europäischen Medikamentenbehörden. Frankreich führt die PrEP offiziell ein und übernimmt die Kosten über das Gesundheitssystem. Die Eidgenössische Kommission für Sexuelle Gesundheit EKSG äussert sich positiv
Die neuen HCV-Therapien funktionieren – fast immer. Wenn es nicht klappt, werden die Patienten allein gelassen.
Man hat es kommen sehen: trotz eindrücklicher Wirksamkeit funktioniert eine HCV-Therapie unter Umständen nicht. Von einem Therapieversagen betroffen sind nur wenige Patienten – das ist die gute Nachricht. Die wenigen, die es trifft, kämpfen aber buchstäblich um ihr Leben. Von
EACS Konferenz Oktober 2015: Die HCV-Therapie senkt das Todesfallrisiko von ko-infizierten Patienten
Das Risiko, an einer Lebererkrankung zu sterben, sinkt deutlich, und verbesserte allgemeine Überlebensraten – das sind in Kürze die Ergebnisse einer Analyse von 3’500 Patienten, welche an der EACS in Barcelona präsentiert wurde. Bei einer ähnlichen Studie wurde gezeigt, dass
Neues aus der Kohortenstudie SHCS: Messen einer fortschreitenden Leberfibrose bei HIV-koinfizierten Patienten: Die sanfte Tour funktioniert
Es gibt zwei Methoden um den Gesundheitszustand der Leber bei Menschen mit Hepatitis C zu messen: traditionell mit einer invasiven Gewebeprobe (Biopsie), oder modern mit einem nicht-invasiven Fibroscan. Die Patienten muss man nicht fragen was sie lieber haben: der Fibroscan
Kann man Heilungsraten von über 95% noch übertreffen? Neues zur HCV-Therapie vom amerikanischen Leberkongress in San Francisco (13.-17. November 2015)
Alle modernen HCV-Therapien trumpfen mit Heilungsraten von über 95% für die Genotypen 1 und 4 auf. Man darf sich deshalb fragen, ob überhaupt weitere und nochmals verbesserte HCV-Therapien entwickelt werden sollen. Am Kongress wurden verschiedene Doppel- und Dreifachkombinationen vorgestellt und
UNAIDS HIV Cascade
90-90-90 ist das erklärte Ziel von UNAIDS 90% der Menschen mit HIV kennen ihre Diagnose Davon sind 90% unter Therapie, und Davon haben 90% eine nicht nachweisbare Viruslast Die Schweizer HIV-Kohortenstudie SHCS präsentiert pünktlich zum Weltaidstag sensationelle Zahlen aus der
PrEP
Die französische Gesundheitsministerin verkündet am 23. November die Zulassung von PrEP in Frankreich ab 2016. Die Kosten werden vom Gesundheitssystem übernommen. Damit ist Frankreich das erste Land ausserhalb der USA, welches PrEP zulässt. Wir gratulieren.
Hepatitis C: Auch Daclatasvir wird zukünftig schon ab Fibrosestadium 2 vergütet
Mit der Ausweitung der Limitatio für Daclatasvir (Daklinza©) per 1. Dezember 2015 (bisherige Vergütungen waren limitiert auf die Fibrosestadien 3 und 4, sprich Stadien mit schweren Leberschädigungen) können alle aktuell zugelassenen neuen Hepatitis-C-Medikamente bereits bei einem mittelschweren Leberschaden (Fibrosestadium 2)