Israel: Schwule Männer dürfen uneingeschränkt Blut spenden
In Fragebogen für Blutspender wird in Israel ab Oktober nicht mehr zwischen Homosexuellen und Heterosexuellen beim Abfragen möglicher Risiken unterschieden. Auch in der Schweiz und in Deutschland steht der Umgang mit schwulen Blutspendern in der Kritik.
Die neue Regelung tritt in Israel im Oktober in Kraft. Ab dann wird der Fragebogen für alle Blutspender nur noch fragen, ob es riskante Sexualpraktiken mit einem neuen oder häufig wechselnden Partnerinnen oder Partnern gab.
Diese Debatte läuft auch in Deutschland und in der Schweiz. Derzeit dürfen wegen möglicher Infektionsgefahren durch HIV – homosexuelle Männer erst zwölf Monate nach ihrem letzten Geschlechtsverkehr Blut spenden. Dieselbe realitätsferne Regelung wird auch in der Schweiz angewandt, wir kritisieren diese seit Jahren. Was Israel hinkriegt, sollte auch in der Schweiz möglich sein.
David Haerry / August 2021
Weitere Themen
Nachlese Welt-Aids-Tag in der Schweiz
Diskriminierung im Gesundheitswesen war das Thema der heurigen Schweizer Kampagne zum Welt-Aids-Tag. Die Aids-Hilfe Schweiz hat sich einiges einfallen lassen und weder Aufwand noch Kosten gescheut. Eine Nachlese….
Zürcher Drogenpolitik in den 1980er Jahren: Interview mit Dr. André Seidenberg
Am 24. April 2025 habe ich Dr. André Seidenberg in der Arud getroffen, der Institution, die André vor mehr als 30 Jahren mitbegründet hat und in der ich seit über 7 Jahren als Peer arbeite. André Seidenberg kämpfte vor 40
Wollen wir HIV umtaufen, echt?
Eine bisher unbekannte deutsche Nichtregierungsorganisation «Youth Against AIDS» schaltet zum 1. Dezember ganzseitige Inserate in der NZZ. In einem offenen Brief an den WHO-Generaldirektor Ghebreyesus fordert sie, HIV umzutaufen, weil der Begriff «HIV» tödlich sei.