PrEP in der Schweiz

Wir haben uns im Juli zur Kostenübernahme der PrEP durch die Krankenkassen bereits kritisch geäussert. Damit die PrEP optimal genutzt wird und möglichst viele Neuansteckungen verhindert werden, müssen alle Barrieren weg.

Von einer weiteren neuen Schranke wussten wir im Juli noch nichts: Eine aufmerksame Leserin hat uns darauf hingewiesen. Auch wenn ein Zentrum SwissPrEPared angeschlossen ist, werden die Kosten für die Beratung nur übernommen, wenn ein Arzt anwesend ist. Das ist nicht in allen Checkpoints immer der Fall. Diese zusätzliche Vorgabe wird nicht begründet, und sie erschwert den Zugang noch mehr.

Wir vom Positivrat wissen, was es heisst mit HIV zu leben. Wir werden uns mit allen Kräften für einen barrierefreien Zugang zur PrEP einsetzen.

David Haerry / September 2024

Weitere Themen

Neues Gesetz gegen Homosexuelle in Senegal

Das senegalesische Parlament hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Höchststrafe für sexuelle Handlungen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren auf zehn Jahre verdoppelt und die „Förderung“ von Homosexualität unter Strafe stellt. Die Massnahme wurde von 135 Abgeordneten unterstützt, keiner stimmte dagegen, während drei sich der Stimme enthielten. Als nächster Schritt muss der Präsident das Gesetz unterzeichnen.

Weiterlesen »

CROI 2026 Denver USA

Das „Annus horribilis 2025“ und Trumps Krieg gegen die Wissenschaft war Peter Staleys Thema an der Eröffnung der Konferenz. Staley ist Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender von PrEP4All. Bekannt ist er für sein klares Mundwerk, für seinen Einsatz bei ACT UP und als Gründer der Treatment Action Group (TAG). Der ehemalige Wall Street Börsenhändler lebt seit 1985 mit HIV.

Weiterlesen »