COVID-19 bedingte Kollateralschäden bei der HIV-Therapie in der Schweiz?
Die zweite Welle der SARS-CoV-2 Pandemie hat die Schweiz fest im Griff. Die Infektionskliniken der Schweizer Spitäler funktionieren mit der Intensivmedizin im Krisenmodus. Wir haben erste Hinweise, dass die Behandlung der Schweizer HIV-Patienten an einigen Orten beeinträchtigt ist. Aus Genf hören wir zum Beispiel, dass wegen der Überlastung des Labors keine Therapieumstellungen möglich sind. Im Moment läuft eine Umfrage innerhalb der HIV-Kohortenstudie – wir hoffen bald eine bessere Übersicht zu haben.
Wir wollen hier nicht auf Panik machen. Trotzdem empfehlen wir allen Schweizer HIV-Patienten, genügend Medikamente auf Vorrat zu halten, und sich rechtzeitig mit der Klinik in Verbindung zu setzen, wenn ein Rezept abgelaufen ist oder die Vorräte zur Neige gehen. Und ganz wichtig: wenn es Euch nicht gut geht, Ihr Hilfe, Unterstützung oder ein Gespräch braucht – wartet nicht zu lange, sucht rasch Hilfe bei Psychologen und Betreuern!
David Haerry / November 2020
Weitere Themen
Highlights AIDS 2024: Benefizlauf „Living Free With HIV“
Die 25. Internationale AIDS Konferenz findet vom 22. bis 26. Juli 2024 in München statt. Sie bringt Tausende von Menschen zusammen, die mit HIV leben, von HIV betroffen sind oder im Bereich HIV arbeiten, um Wissen und Best Practices auszutauschen
Echinacea ist kein Wundermittel gegen Covid-19 – Swissmedic hat ein Verfahren eingeleitet
Mitte September berichteten Schweizer Medien über eine Studie des Labors Spiez. Besonders der Blick betrieb einen regelrechten Hype; die Apotheken waren im Nu leergekauft.
Seit 1. Juli übernehmen die Krankenkassen die HIV-PrEP. Was lange währte, wird endlich (fast) gut.
Seit dem 1. Dezember 2023 wissen wir, dass die HIV-Präexpositionsprophylaxe ab 1. Juli 2024 von den Krankenkassen übernommen wird. Damit sind wir nach jahrelangem Einsatz fast am Ziel. Ganz glücklich sind wir aber nicht: Schuld sind die Rahmenbedingungen, unter welchen