Positionen – 21. Januar 2022

Forschung ist für Patienten lebenswichtig – NEIN zur Tier- und Menschenversuchsverbot!

Am 13. Februar 2022 entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot». Die Initiative fordert ein Verbot von jeglichen Versuchen an Tieren und Menschen und darüber hinaus ein Verbot von Handel und Zulassung von Medikamenten und Therapien, die mit Hilfe von Tierversuchen entwickelt wurden.

Der Positivrat und weitere Patientenorganisationen lehnen die Initiative ab, da ein Verbot von Studien mit Menschen und Tieren den Fortschritt in der medizinischen Forschung verhindern und damit das Wohl von Patientinnen und Patienten gefährden würde.

Die Forschung an Mensch (Humanforschung) und Tier trägt entscheidend dazu bei, dass wir Ursachen und Verläufe von Krankheiten besser verstehen und dass die Wissenschaft daraus neue Therapien zur Behandlung, Prävention und Heilung zahlreicher Erkrankungen entwickeln kann.

Krankheiten können erst durch die Errungenschaften der Forschung bekämpft werden. Bekannte Beispiele erfolgreicher Forschung sind Behandlungen von Krankheiten wie HIV, Krebs, Diabetes und nicht zuletzt Covid-19. Der Einsatz neuer Therapien und Impfungen sowie deren Weiterentwicklungen wären bei einer Annahme der Initiative nicht mehr möglich. Ein Verbot würde die zukünftige erfolgreiche Behandlung von Millionen von Patientinnen und Patienten in der Schweiz verunmöglichen.

Der Positivrat befürwortet einen streng geregelten und humanen Umgang mit Tieren und höchste ethische und soziale Standards in der klinischen Forschung. Zum Beispiel sollen Tierversuche wo immer möglich durch alternative Ansätze ersetzt werden. In der Schweiz wie auch international wird dazu das 3R Prinzip angewendet (Versuche ersetzen, weniger Tiere einsetzen und deren Belastung reduzieren).

Wenn Euch das Wohl von Patientinnen und Patienten sowie eine nachhaltige Gesundheitsversorgung in der Schweiz wichtig ist, bitten wir Euch, die Initiative abzulehnen und NEIN zu stimmen.

Dieses Statement ist auf Initiative von EUPATI CH Schweiz entstanden.