Aus unserem Leben – 16. Juni 2020

Mama müssen alle grossen Menschen Medikamente nehmen?

Muss ich auch welche nehmen, wenn ich gross bin?

Und Mama was passiert mit mir, wenn du stirbst?

Fragen über Fragen..........auf die sie jedoch alle eine Antwort wusste.........mir die Angst nehmen konnte....und mich mit der Wahrheit.....totaler Offenheit und ....Liebe umhüllte........... auf dass ich genug Sicherheit hatte ...........jede Frage zu stellen, die mir in der wundervollen sonderbaren Welt eines Kindes durch den Kopf schwebte.

Meine Mutter ist und war mein Leben lang........ ein stets aufgestellter Mensch..........Wir gingen viel auf Reisen.....noch bevor ich 1 Jahr alt war, betrat ich den Boden.....von fremden Ländern...... wir machen heute noch Ausflüge....mit dem einzigen Unterschied.....dass sie nahezu fitter ist als ich mit meinen 22 Jahren.......... glücklich schätzen darf ich mich...... eine so liebevolle,...mutige,....gesunde Mutter zu haben....... Mama ist HIV-Positiv. Sie ist nicht grösser als in meiner Kindheit....aber nimmt immer noch...... ihre Medikamente .......sie ist gesund... eigentlich..... hätte ich diese Aussage .....dass sie HIV-Positiv ist...... an den Anfang des Textes..... hängen können..........., wollte ich jedoch ganz bewusst........ nicht....... weil es ist nicht das...... was sie ausmacht....... und ich finde .........es sollte viel mehr... um die Aufklärung darüber gehen .....was es alles nicht ist......... als die beängstigenden Bilder, .......den verankerten Gedanken über hohe Ansteckung .....und Tod. .....Viel mehr .....sollte es darum gehen die Augen...... für die Positivität... in den HIV-positiven Menschen...... zu öffnen...... Man sollte darüber sprechen....... dass wenn man die Medikamente zu sich nimmt...... und regelmässig zum Arzt geht........ der einen sicherlich liebevoll..... aufklärt..... wie es um die Werte steht....., ist man nicht ansteckend........Man sollte aber auch darüber... sprechen ......wie man sich vor Krankheiten schützen kann........und woher sie kommen könnten.....damit auch die Arzt-Phobiker,........ die ängstlichen.... die schamvollen...... und die Polyamorie begeisterten......... wissen, wann..... es darum geht für sich selbst .........und andere Verantwortung zu übernehmen......... Man sollte darüber sprechen,....... dass es verschiedene Gruppen gibt...... wo man sich austauschen kann........man sollte noch mehr....... von diesen...... sicheren Orten schaffen...... Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke..... und mich meine Gedanken..... an so ein Familien Weekend ziehen....... freue ich mich..... jedes Mal....... über diese lachenden...... unbeschwerten Gesichter.....Es gab kein Grund zum Trübsal blasen,.......... weil wir für diese......Momente .......alle etwas teilen durften ......einen sicheren Ort ......an dem jeder Verständnis hatte ....um von den jeweiligen.... Erfahrungen .....zu profitieren und genug Aufklärung geniessen konnte .....um zu wissen um was......... es eigentlich geht.

Um ehrlich zu sein …..bin ich froh…. dass ich ……seit ich denken kann….. Teil von der gesundheitlichen Geschichte …..meiner Mutter sein darf…..ich darf sie unterstützen, ………..ich darf für Sie und ….jeden anderen Menschen …..der mit HIV diagnostiziert wurde ……einstehen und sagen das alle von uns….. ein Recht ….auf die Wahrheit haben sollten…….. niemand soll Angst haben müssen…… weil er in Ungewissheit leben muss …..und es braucht …..jeden …einzelnen der….. von dieser Wahrheit kosten durfte …..um neu Infizierte …….vor hässlichen Vorurteilen zu schützen. …….selbst bin ich nicht betroffen….und trotzdem….. fühle ich mich betroffen….., wenn es darum geht….. dass Menschen mit HIV….. an den Rand gestellt werden…... Jeder Mensch sollte sich gesund fühlen dürfen.

 

Joy Lagler / Juni 2020