Aktuell – 30. November 2020

COVID-19 bedingte Kollateralschäden bei der HIV-Therapie in der Schweiz?

Die zweite Welle der SARS-CoV-2 Pandemie hat die Schweiz fest im Griff. Die Infektionskliniken der Schweizer Spitäler funktionieren mit der Intensivmedizin im Krisenmodus. Wir haben erste Hinweise, dass die Behandlung der Schweizer HIV-Patienten an einigen Orten beeinträchtigt ist. Aus Genf hören wir zum Beispiel, dass wegen der Überlastung des Labors keine Therapieumstellungen möglich sind. Im Moment läuft eine Umfrage innerhalb der HIV-Kohortenstudie – wir hoffen bald eine bessere Übersicht zu haben.

Wir wollen hier nicht auf Panik machen. Trotzdem empfehlen wir allen Schweizer HIV-Patienten, genügend Medikamente auf Vorrat zu halten, und sich rechtzeitig mit der Klinik in Verbindung zu setzen, wenn ein Rezept abgelaufen ist oder die Vorräte zur Neige gehen. Und ganz wichtig: wenn es Euch nicht gut geht, Ihr Hilfe, Unterstützung oder ein Gespräch braucht – wartet nicht zu lange, sucht rasch Hilfe bei Psychologen und Betreuern!

 

David Haerry / November 2020