Aktuell

Aus unserem Leben – 23. Juli 2019

STI-Tests für Menschen mit HIV: Medizin versus Moral?

Man sollte denken, wer mit Blick auf die eigene Gesundheit verantwortungsbewusst behandelt und sich zudem um die Gesundheit anderer sorgt, würde dafür gelobt. Aber leider ist dies nicht immer der Fall, wie meine Erfahrung und die vieler anderer aus meinem Umfeld zeigt. Ich bin HIV-positiv und besuche etwa alle drei Monate einen Arzt. Es wird immer ein Bluttest gemacht, um zu ...

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Positionen – 23. Juli 2019

Welt-Hepatitis-Tag: Hepatitis und HIV vereint bekämpfen

Hepatitis B und C sind tödliche Infektionskrankheiten: Jedes Jahr sterben in der Schweiz 200 Personen an einer viralen Hepatitis. Aktuell bekämpft die öffentliche Hand virale Hepatitis mit gerade Mal 300'000 Franken im Jahr. Ein politischer Vorstoss fordert nun eine gemeinsame Bekämpfung von HIV und Hepatitis in einem Programm für sexuell und durch Blut übertragbare Krankheiten. Die Folgen von chronischer Hepatitis in der Schweiz wiegen schwer: Hepatitis B und C gehören zu den wichtigsten Ursachen für Lebertransplantationen und Leberkrebs. Mindestens 200 Menschen sterben jedes Jahr an einer viralen Hepatitis. Schätzungsweise ein Drittel der Personen, ...

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Aktuell – 23. Juli 2019

Wechselwirkungen mit Corticosteroiden vorbeugen

Prof Catia Marzolini, Universitätsspital Basel Protease-Inhibitoren mit Ritonavir oder Cobicistat und Elvitegravir mit Cobicistat hemmen den Abbau mehrerer Medikamente, erhöhen deren Konzentration und das Risiko von Nebenwirkungen. Die klinische Bedeutung von Arzneimittelwechselwirkungen ist nicht für alle Arzneimittel gleich: Problematische Arzneimittelwechselwirkungen sind in der Liverpool-Datenbank rot kodiert.

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Aktuell – 23. Juli 2019

Schwarze Listen machen wieder Ärger

Im Mai 2018 machte der Todesfall aus Chur Schlagzeilen. Die Krankenkasse des verstorbenen HIV-Patienten im Kantonsspital Chur hatte sich geweigert, die Medikamente des Patienten zu übernehmen, weil dieser auf der schwarzen Liste des Kantons Graubünden war. Die Eidgenössische Kommission für Sexuelle Gesundheit EKSG hat darauf reagiert und die HIV-Therapie zur Notfallbehandlung erklärt. Graubünden und andere Kantone haben die Listen, die töten, abgeschafft. Trotz aller Bemühungen: Probleme gibt es weiterhin. Mitte Juni wurden wir vom Sozialdienst des ...

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Kohorten-News SHCS – 28. März 2019

Rauchstopp und Risiko von Krebs bei HIV-infizierten Personen

Shephard L. et al, Clinical Infectious Diseases Februar 2019   Dass Rauchen ungesund ist und das Risiko für Lungenkrebs deutlich erhöht, ist bestens untersucht. Weniger gut untersucht ist, in welchem Ausmass das Rauchen bei HIV-infizierten Personen zu einem Krebsrisiko beiträgt und wie lange es braucht, bis das Risiko für Lungenkrebs nach einem Rauchstopp zurückgeht. Frühere Studien bei ...

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Kohorten-News SHCS – 28. März 2019

Kostenabschätzung zur Behandlung HIV-infizierter Personen in der Schweiz

Leon-Reyes S. et al, Clinical Infectious Diseases Februar 2019   Um die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse von HIV-infizierten Personen in der Schweiz abschätzen zu können, sind verlässliche Daten zu den Kosten und der Ressourcennutzung im Gesundheitswesen von entscheidender Bedeutung. Bisherige Studien zu den Kosten, welche bei der Behandlung ...

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Aktuell – 28. März 2019

Impfplan 2019: Neu werden Säuglinge gegen Hepatitis B geimpft

Am 25. März hat das Bundesamt für Gesundheit den Impfplan 2019 publiziert. Dieser wird möglicherweise noch für Diskussionen sorgen. Vor allem weil die zwei, vier und zwölf Monate alten Säuglinge nun mit einem Sechsfach-Impfstoff geimpft werden sollen anstatt wie bisher mit einer Fünffach-Kombi-Impfung. Die sechste Komponente ist ein Impfstoff gegen Hepatitis B, eine Leberentzündung, welche meist beim Sex übertragen wird. Warum soll man Kleinkinder gegen Hepatitis B impfen? «Teenager sind schwer zu erreichen», sagt Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen. «Säuglinge haben eine gute Immunantwort: Drei Impfungen im Säuglingsalter ...

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Aktuell – 28. März 2019

Schweizer Prepster aufgepasst: Swissmedic begrenzt Einfuhrmengen auf eine Monatspackung

Die Schweizer Heilmittelagentur Swissmedic hat bisher ein Auge zugedrückt: Es wurden Einfuhrmengen von drei Monatspackungen generischem Truvada toleriert, wenn diese von einem in der Schweiz ausgestellten Rezept begleitet waren. Ab April toleriert die Swissmedic nur noch eine Monatspackung, und das, man glaubt es nicht, ohne Beilage eines Rezepts eines in der Schweiz praktizierenden Arztes. Damit wird dem PrEP Konsum ohne medizinische Überwachung geradezu stimuliert. Die bisherige Toleranz hat sich früher bewährt: Im Falle von damals ...

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Therapie & Gesundheit – 27. März 2019

CROI 2019

Die jährliche Retrovirenkonferenz führte uns heuer nach Seattle an die Pazifikküste. Diesmal sorgte die Konferenz für Schlagzeilen in der Weltpresse: Die Berichte über einen zweiten, durch eine Knochenmarktransplantation geheilten Patienten, erregten grosses Aufsehen. Bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnis gab es sonst wenige, dafür viele ausgezeichnete Sessions mit interessanten Beiträgen. Zum ersten Mal berichten wir zu zweit von der CROI. Neu im Redaktionsteam ist Alex Schneider. Er hat in Moskau und Halle (Saale) Chemie studiert und eine ...

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