Aktuell

Aus unserem Leben – 01. Dezember 2016

EUPATI CH: Weiterbildungsanlass zu HIV und Hepatitis C

Am 25. November fand in Bern die erste Weiterbildung inklusive Webinar des neugegründeten Vereins EUPATI CH statt. Aus Anlass des Welt-Aids-Tags wurden für den ersten Weiterbildungsanlass die Themen HIV und Hepatitis C gewählt. Die europäische Patientenakademie EUPATI will mit ihren Länderplattformen Patienten und Patientenorganisationen ermöglichen, sich über neue Therapien zu informieren und sich aktiver in die Arzneimittelforschung und –entwicklung einzubringen. Für Patienten ist es schwierig, die Entwicklung von Arzneimitteln und ihre zahlreichen rechtlichen und ethischen Regulierungen zu durchschauen. Zudem ist es auch schwer, als Patientin oder Patient an verständliche Informationen zu neuen Therapieoptionen zu kommen oder die nötigen Informationen zu ...

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Recht & Diskriminierung – 01. Dezember 2016

Erklärung zur beruflichen Schweigepflicht wegen HIV

In der Schweiz ist für Menschen aus Subsahara Afrika die eigene Community ein wichtiges soziales Netzwerk, das sie in vielfacher Weise unterstützt. Die Angst davor, wegen HIV in der eigenen Community diskriminiert und stigmatisiert zu werden, ist darum besonders gross. Viele verheimlichen ihre HIV-Infektion vor ihren Landsleuten und sind darum auf die Diskretion von Fachleuten beispielsweise in der Asylbetreuung oder im Sozialbereich angewiesen. Eine «Erklärung zur Schweigepflicht» soll dazu beitragen, die Bedeutung dieser Schweigepflicht im Zusammenhang mit HIV nochmals aufzuzeigen. Der Positivrat hat mit seinem Migrationsprojekt im Bereich HIV-Therapie von Menschen aus Subsahara Afrika Probleme analysiert und dazu Lösungsvorschläge generiert. Viele von ihnen ...

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Krankenkasse – 01. Dezember 2016

Krankenversicherung für neu Zugezogene - was gilt es zu beachten?

Das System der Schweizerischen Krankenversicherung ist komplex und wirft vor allem bei Personen, die neu aus dem Ausland in die Schweiz ziehen, zahlreiche Fragen auf. Im folgenden sind die wichtigsten Punkte aufgeführt, die es zu berücksichtigen gilt. Wer seinen Arbeitsort und/oder Wohnsitz in die Schweiz verlegt, muss sich innerhalb von drei Monaten bei einer Krankenkasse nach Krankenversicherungsgesetz (KVG) versichern lassen. Die Krankenkasse nach KVG (so genannte Grundversicherung) kann frei gewählt werden, und diese ist verpflichtet, alle Personen unabhängig von Alter und Gesundheitszustand ohne Einschränkungen zu versichern, also auch Menschen mit HIV. Die Krankenkasse darf nicht nach HIV oder anderen Diagnosen fragen und man muss diese vor ...

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Therapie & Gesundheit – 01. Dezember 2016

«Hepatitis C Treatment: The Australian way» – Wie Australien HCV 1 eliminieren will

In Australien (Commonwealth of Australia mit rund 24 Millionen Einwohner) waren im 2012 etwa 230‘000 Personen mit dem Hepatitis C-Virus1 infiziert; diese Zahl nimmt jährlich um rund 10‘000 zu. Von den genannten haben 58‘000 mittlere bis schwere Leberschäden. Die am stärksten vertretene Altersklasse sind die 51- bis 60-Jährigen. Im Jahr 2012 rechnete man, dass 75 % dieser 230'000 Personen auf HCV diagnostiziert wurden, 20 % in Behandlung und 11 % bereits geheilt sind. Weltweit rechnet man gemäss WHO mit 150 Millionen HCV-infizierten Menschen und einer jährlichen Zunahme von 3 bis 4 Millionen.  Da in Australien die Todesfälle durch Hepatitis-verursachte Leber-Erkrankungen seit einigen Jahren ansteigen, hat die Regierung hier Handlungsbedarf ausgemacht, dies ...

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Therapie & Gesundheit – 01. Dezember 2016

HIV Glasgow 2016: Therapiekosten werden zum Thema

Therapiekosten sind an wissenschaftlichen Kongressen kaum ein Thema. Der Grund ist einfach: Die Ärzteschaft ist für die korrekte Diagnose und die entsprechende zweckmässige Therapie zuständig. Über die Preise verhandeln die Gesundheitsbehörden mit der Industrie, meist in Verschwiegenheit. Die europaweit grossen Schwierigkeiten puncto Kostenübernahme der neuen Hepatitis-C Therapien haben aber zu einer Sensibilisierung der Ärzte wie auch einzelner Regulierungsbehörden geführt. Andrew Hill vom Chelsea Westminster Spital in London hielt dazu ein aufsehenerregendes Referat anlässlich der Kongresseröffnung. Der Titel „Krebs, HIV und virale Hepatitis-Therapie in Europa mit Generika: was könnte man tun?“ macht es deutlich: Andrew Hill holt weit aus. Er fordert nichts ...

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Therapie & Gesundheit – 01. Dezember 2016

HIV Glasgow 2016: Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP)

Diskussionen um die PrEP waren an der Konferenz in Glasgow Ende Oktober 2016 eines der dominierenden Themen. Zum Einen weil die Thematik in vielen europäischen Ländern diskutiert wird, zum Anderen weil gerade in England der Zugang und die Kostenübernahme der PrEP nicht gelöst sind. Für eine Überraschung sorgte Norwegen: das Gesundheitsministerium verkündete am 20. Oktober, dass die PrEP künftig durch das nationale Gesundheitssystem gratis erhältlich ist. Norwegen ist damit nach Frankreich das zweite Land in Europa, wo eine PrEP erhältlich ist, und das erste weltweit wo die Präventionspille gratis ist. Erst nach der Konferenz wurde bekannt, dass das NHS England vor einem Berufungsgericht unterlegen ist. Die Richter befanden, dass das NHS für die Abgabe von PrEP ...

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Therapie & Gesundheit – 01. Dezember 2016

HIV Glasgow 2016: HIV-Therapie – was kommt als Nächstes?

Die HIV-Kombinationstherapie ist ein Erfolgsmodell, man kann es nicht genug betonen. Sie wirkt, wird gut vertragen, ist einfach einzunehmen und ist zu vertretbaren Kosten in Westeuropa für alle Patienten zugänglich. Die Lebenserwartung von HIV-Patienten ist fast gleich wie bei Nichtbetroffenen. Zudem ist die Therapie für alle auch ein sehr wirksames Präventionsinstrument. Kann man auf diesem hohen Niveau noch etwas verbessern? Roy Gulick vom Weill Cornell Medical College New York hat sich dieser Frage gestellt: Das Niveau ist zwar sehr hoch, doch das Bessere ist der Feind des Guten. Sind es nun 29 oder 30 zugelassene Medikamente, in 5 oder 6 Funktionsklassen? Man hört beide Zahlen, und beide haben ihre Richtigkeit. Es gibt europaweit bloss noch eine Handvoll ...

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Positionen – 01. Dezember 2016

Die Worte des Vorsitzenden zum Welt-Aids-Tag 2016

Das bald zu Ende gehende Jahr hat uns vieles gebracht, was wir vorher kaum für möglich gehalten haben. Zu Beginn des Jahres standen wir noch unter dem Eindruck des ‚Rechtsrutsches‘ in unserem Parlament, etwas das uns damals Sorgen bereitet hat, stehen doch die konservativen Kräfte in der Politik immer im Verdacht, dass sie die Ausgaben für soziale Wohlfahrt und das Gesundheitswesen zu senken trachten, etc. Aber dass ‚die AmerikanerInnen‘ vor kurzem jemanden zum Präsidenten gewählt haben, der es weder mit der Wahrheit der Spur nach genau nimmt, noch die Frauen als etwas anderes als sich unterzuordnende Lustobjekte betrachtet, stellt unserer ‚Zuvielisation‘ keine besonders gute Note aus. News (insbesondere auf den sozialen Medien) müssen inzwischen auf den Wahrheitsgehalt überprüft ...

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Medienmitteilungen – 15. November 2016

BAG erweitert Vergütung von HCV-Medikamenten

Wir beziehen uns auf die Pressemitteilung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom 31.10.2016: „BAG prüft erweiterte Vergütung von Medikamenten gegen Hepatitis C“. Das Bundesamt will offenbar die bestehenden und viel kritisierten Zugangsbeschränkungen zu Hepatitis C Therapien ausweiten. Neu sollen auch mit Hepatitis B oder HIV ko-infizierte, intravenös Drogenkonsumierende sowie erfolglos vorbehandelte Patienten Anrecht auf eine Behandlung haben. Dabei beruft sich das BAG auf einen erneuten Austausch mit medizinischen Experten. Pressrelease

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