Aktuell

Kohorten-News SHCS – 01. Dezember 2016

Information SHCS: Arbeitsfähigkeit und Beschäftigungsrate von HIV-infizierten Personen

Arbeitsfähigkeit und Beschäftigungsrate von HIV-infizierten Personen, welche in der Schweizerischen HIV Kohortenstudie unter einer antiretroviralen Therapie stehen. Open Forum Infectious Diseases Über die letzten Jahrzehnte hat sich die Lebenserwartung von HIV-infizierten Personen aufgrund der Verfügbarkeit von wirksamen antiretroviralen Therapien (ART) derjenigen der Allgemeinbevölkerung angeglichen. Daraus resultierend hat sich auch die Arbeitsfähigkeit und die Erwerbstätigenrate von HIV-infizierten Personen verbessert, welche früher aufgrund von HIV-bedingten Erkrankungen nicht mehr arbeitsfähig waren. Die Autoren Elzi und Kollegen haben in der vorliegenden Studie die Arbeitsfähigkeit und die Beschäftigungsraten von 5'800 Personen aus der ...

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Kohorten-News SHCS – 01. Dezember 2016

Information SHCS: Einfluss der antiretroviralen Therapieadhärenz auf das Risiko eines virologischen Versagens und die Sterblichkeit

Einfluss der antiretroviralen Therapieadhärenz auf das Risiko eines virologischen Versagens und die Sterblichkeit.   AIDSAdhärenz bezeichnet das Ausmass, in dem die Medikamenten-Einnahme mit den Empfehlungen des Arztes/der Ärztin übereinstimmt, auch Therapietreue genannt.Glass und Kollegen haben in der vorliegenden Arbeit den Einfluss der antiretroviralen Therapie- (ART) Treue (sog. Therapieadhärenz) auf die Wahrscheinlichkeit eines virologischen Versagens und auf die Patientensterblichkeit untersucht. Es zeigte sich, dass ein Auslassen von zwei oder mehr ART-Dosen innerhalb der vorangegangenen 4 Wochen das Risiko eines virologischen Versagens um das Fünffache erhöhte. Die Wahrscheinlichkeit eines virologischen ...

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Kohorten-News SHCS – 01. Dezember 2016

Information SHCS: Messung der HIV-Viruslast und der CD4-Zellzahl bei Patienten unter einer wirksamen ART

In welchen Abständen soll bei Patienten aus Ländern mit einem hohen Einkommen die unter einer wirksamen antiretroviralen Therapie stehen die HIV-Viruslast und die CD4-Zellzahl gemessen werden, um das Auftreten von Tod und AIDS-definierenden Erkrankungen reduzieren zu können? Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes In der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie (SHCS) messen wir bei Patienten, welche unter einer wirksamen antiretroviralen Therapie (ART) stehen und bei denen die HIV-Viruslast unter der ART unterdrückt ist alle 3 Monate die HIV-Viruslast und die CD4-Zellzahl. Caniglia und Kollegen haben in der vorliegenden Arbeit untersucht, welchen Einfluss eine Ausdehnung der Messungen auf 6- oder 9-12 monatliche Abstände bei ...

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Therapie & Gesundheit – 01. Dezember 2016

Nicht rauchen und Blutdruck kontrollieren senkt das Herzinfarktrisiko bei Menschen mit HIV um 20% bis 40%.

Im letzten Newsletter vom Oktober haben wir das Herzinfarktrisiko im Zusammenhang mit Abacavir thematisiert 1. In unserem Kommentar haben wir dieses Risiko in einen grösseren Zusammenhang gestellt, und dabei auch Rauchen und Kokainkonsum angeschaut. Vom 26. bis 27. September fand in Washington D.C. der «7th International Workshop on HIV and Aging» statt. Die Forscher Althoff, Gange und Gebo präsentierten dort eine Studie aus der nordamerikanischen Kohorte NA-ACCORD. Sie hatten dabei Daten von 29'000 Patienten analysiert. Ihre Schlussfolgerungen sind deutlich: Nichtrauchen und Blutdruck kontrollieren senkt das Herzinfarkt Typ 1 Risiko um einen Drittel, Typ 2 um einen Viertel. David Haerry / November ...

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Aus unserem Leben – 01. Dezember 2016

BAG-Bulletin Woche 46/2016 – Besorgniserregende Anzahl Neudiagnosen HIV bei MSM

Das Bundesamt für Gesundheit BAG publiziert ein wöchentliches Bulletin für medizinische Fachpersonen und Medienschaffende. Die Ausgabe vom 14. November 1 kommt mit einem neuen, besser lesbaren Layout. Sie widmet sich ganz der Epidemiologie von HIV und anderer sexuell übertragbarer Krankheiten. Was wir da lesen, gefällt uns gar nicht. Auf Seite 14 findet sich eine Abbildung mit den HIV-Labormeldungen nach Geschlecht und Testjahr, 1985-2015. Das sieht noch ganz gut aus. Auf Seite 20, Abbildung 5 kommt der dicke Fisch. Diese Grafik zeigt frische und ältere HIV-Infektionen für MSM, heterosexuelle Männer und heterosexuelle Frauen. Bei neuen Diagnosen schaut man in der Schweiz gut hin: handelt es sich um eine ältere oder eine frische Infektion? Das hilft der ...

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Aus unserem Leben – 01. Dezember 2016

EUPATI CH: Weiterbildungsanlass zu HIV und Hepatitis C

Am 25. November fand in Bern die erste Weiterbildung inklusive Webinar des neugegründeten Vereins EUPATI CH statt. Aus Anlass des Welt-Aids-Tags wurden für den ersten Weiterbildungsanlass die Themen HIV und Hepatitis C gewählt. Die europäische Patientenakademie EUPATI will mit ihren Länderplattformen Patienten und Patientenorganisationen ermöglichen, sich über neue Therapien zu informieren und sich aktiver in die Arzneimittelforschung und –entwicklung einzubringen. Für Patienten ist es schwierig, die Entwicklung von Arzneimitteln und ihre zahlreichen rechtlichen und ethischen Regulierungen zu durchschauen. Zudem ist es auch schwer, als Patientin oder Patient an verständliche Informationen zu neuen Therapieoptionen zu kommen oder die nötigen Informationen zu ...

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Recht & Diskriminierung – 01. Dezember 2016

Erklärung zur beruflichen Schweigepflicht wegen HIV

In der Schweiz ist für Menschen aus Subsahara Afrika die eigene Community ein wichtiges soziales Netzwerk, das sie in vielfacher Weise unterstützt. Die Angst davor, wegen HIV in der eigenen Community diskriminiert und stigmatisiert zu werden, ist darum besonders gross. Viele verheimlichen ihre HIV-Infektion vor ihren Landsleuten und sind darum auf die Diskretion von Fachleuten beispielsweise in der Asylbetreuung oder im Sozialbereich angewiesen. Eine «Erklärung zur Schweigepflicht» soll dazu beitragen, die Bedeutung dieser Schweigepflicht im Zusammenhang mit HIV nochmals aufzuzeigen. Der Positivrat hat mit seinem Migrationsprojekt im Bereich HIV-Therapie von Menschen aus Subsahara Afrika Probleme analysiert und dazu Lösungsvorschläge generiert. Viele von ihnen ...

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Krankenkasse – 01. Dezember 2016

Krankenversicherung für neu Zugezogene - was gilt es zu beachten?

Das System der Schweizerischen Krankenversicherung ist komplex und wirft vor allem bei Personen, die neu aus dem Ausland in die Schweiz ziehen, zahlreiche Fragen auf. Im folgenden sind die wichtigsten Punkte aufgeführt, die es zu berücksichtigen gilt. Wer seinen Arbeitsort und/oder Wohnsitz in die Schweiz verlegt, muss sich innerhalb von drei Monaten bei einer Krankenkasse nach Krankenversicherungsgesetz (KVG) versichern lassen. Die Krankenkasse nach KVG (so genannte Grundversicherung) kann frei gewählt werden, und diese ist verpflichtet, alle Personen unabhängig von Alter und Gesundheitszustand ohne Einschränkungen zu versichern, also auch Menschen mit HIV. Die Krankenkasse darf nicht nach HIV oder anderen Diagnosen fragen und man muss diese vor ...

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Therapie & Gesundheit – 01. Dezember 2016

«Hepatitis C Treatment: The Australian way» – Wie Australien HCV 1 eliminieren will

In Australien (Commonwealth of Australia mit rund 24 Millionen Einwohner) waren im 2012 etwa 230‘000 Personen mit dem Hepatitis C-Virus1 infiziert; diese Zahl nimmt jährlich um rund 10‘000 zu. Von den genannten haben 58‘000 mittlere bis schwere Leberschäden. Die am stärksten vertretene Altersklasse sind die 51- bis 60-Jährigen. Im Jahr 2012 rechnete man, dass 75 % dieser 230'000 Personen auf HCV diagnostiziert wurden, 20 % in Behandlung und 11 % bereits geheilt sind. Weltweit rechnet man gemäss WHO mit 150 Millionen HCV-infizierten Menschen und einer jährlichen Zunahme von 3 bis 4 Millionen.  Da in Australien die Todesfälle durch Hepatitis-verursachte Leber-Erkrankungen seit einigen Jahren ansteigen, hat die Regierung hier Handlungsbedarf ausgemacht, dies ...

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