Aktuell

Aktuell – 26. August 2021

Aids-Hilfe Schweiz: 40 Jahre leben mit HIV

Am 5.6.1981 veröffentlichte das US-amerikanische Gesundheitsamt CDC in seinem wöchentlichen Bulletin eine ungewöhnliche Beobachtung: In den letzten neun Monaten war bei fünf jungen, schwulen Männern in Los Angeles eine seltene Form der Lungenentzündung aufgetreten, normalerweise ein Symptom schwerer Immunschwäche. Am 5. Juni 2021 jährt sich die Veröffentlichung des CDC zum vierzigsten Mal. Sie markiert den Beginn einer Pandemie, die weltweit bis heute über 30 Millionen Todesopfer gefordert hat. Aber sie ist auch der Startschuss zu einer schier unglaublichen medizinischen Erfolgsgeschichte, eines gesellschaftlichen Wandels, einer Enttabuisierung vormals verpönter sexueller Praktiken und Lebensweisen. Die Aids-Hilfe Schweiz nutzt die Zeitspanne vom Jahrestag (5. Juni ...

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Positionen – 24. August 2021

Wo bleibt das neue nationale HIV-Hepatitis-Programm des Bundesamts für Gesundheit?

Geplant war es für den Jahresbeginn 2022. Zu diesem Zeitpunkt sollte das neue nationale HIV-Programm in Kraft treten. Vorbereitende Workshops mit Stakeholder fanden schon im Winter 2019/2020 statt. Dann kam Corona. Wo nun das nationale Programm steht und wann es implementiert werden soll, ist ungewiss. Warum ist das wichtig? Das nationale HIV-Programm stützt sich auf das Epidemiengesetz. Es regelt und koordiniert auf nationaler Ebene die Bekämpfungsmassnahmen für HIV und weitere sexuell übertragbare Infektionskrankheiten. So ist zum Beispiel sichergestellt, dass die jährliche LOVE LIFE-Kampagne für die Allgemeinbevölkerung durchgeführt wird. Oder dass eine Testwoche für Männer, die Sex mit Männern haben, aus Mitteln des Bundesamts für Gesundheit finanziert werden kann. Das ...

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Positionen – 24. August 2021

Hochrangiges UNO-Treffen zu HIV in New York vom 8. – 10. Juni 2021

Der Versuch Russlands, die Antwort der Staatengemeinschaft auf HIV zu spalten, ist misslungen. Bereits im Vorfeld des sogenannten «UN High Level Meetings HIV» hatte es rund um die für die Arbeit der UNO-Mitgliedstaaten zu HIV sehr wichtigen Veranstaltung viel Aufregung gegeben. Es wurde deutlich, dass Russland hinter den Kulissen alles versuchte, um andere Staaten davon zu überzeugen, dass der Umgang Russlands mit HIV den richtigen Weg zur Beendigung von AIDS darstelle; also inklusive staatlicher Verfolgung der von HIV betroffenen Gruppen, Zwangsmassnahmen, Missachtung der Rechte Betroffener und eine Ausrichtung der staatlichen HIV-Programme ohne Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit HIV. Unser Bericht ist ...

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Aus unserem Leben – 23. August 2021

Neue Kampagne #RespectMyHIV an der EACS

Noch immer haben Teile der Gesellschaft eine negative Haltung gegenüber Menschen mit HIV. Ihnen werden soziale Etiketten angeheftet, die sie stigmatisieren, was wiederum zu Diskriminierungen wegen ihres HIV-positiven Status führt. Eine HIV-Infektion ist schon lange keine tödliche Bedrohung mehr und wirksame antiretrovirale Therapien können die Infektion in Schach halten, ohne der Gesundheit zu schaden. Ein Mensch mit HIV kann genauso ein erfülltes Leben haben wie jemand ohne HIV.

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Aktuell – 02. Juli 2021

UN High Level Meeting zu HIV in New York

Zum wiederholten Mal ging vom 8. bis 10. Juni das UN High Level Meeting zu HIV über die Bühne. Dabei ist der Versuch Russlands, die gemeinsame Antwort der Staatengemeinschaft auf HIV zu sabotieren gehörig misslungen. Wir bringen in der nächsten Ausgabe einen Artikel von Peter Wiessner aus Berlin.

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Aktuell – 30. Juni 2021

Corona-Impfstoffe: Rekordzahl von Nebenwirkungsmeldungen durch Patienten

Der Arzneimittelbehörde Swissmedic wurden bis Anfang Juni 2'701 Meldungen über vermutete Nebenwirkungen durch Covid-19 Impfungen in der Schweiz gemeldet. Dabei fällt auf, dass das geimpfte Volk besonders fleissig berichtet: Über 15% der Nebenwirkungen wurden durch Patienten gemeldet. Die Bevölkerung hat sich damit im Bereich Covid-Impfung nach den Ärzten zur zweitwichtigsten Quelle von Nebenwirkungsmeldungen etabliert, noch vor den Apothekern. In den meisten Meldungen wird über mehr als eine Reaktion berichtet - insgesamt 7'065 Reaktionen in 2'701 Meldungen, d.h. durchschnittlich 2,6 Reaktionen pro Meldung. David Haerry / Juni 2021

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Aktuell – 30. Juni 2021

Neue Präsidentin bei der Aids-Hilfe Schweiz

Nach nur einem Jahr im Amt übergibt Géraldine Savary ihr Amt an Paola Riva Gapany. Die ehemalige Waadtländer Ständerätin steht vor einer neuen beruflichen Herausforderung als Journalistin. Die neue Präsidentin Paola Riva Gapany war bereits seit einem Jahr im Vorstand der Aids-Hilfe. Sie engagiert sich als Juristin speziell für Kinderrechte und als Grossrätin für die SP im Walliser Kantonsparlament. David Haerry / Juni 2021

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Aktuell – 30. Juni 2021

SHCS: Die Zukunft der Kohorte ist gesichert

Die Zukunft der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie SHCS ist bis auf weiteres gesichert, der Nationalfonds hat im April 8,75 Millionen Franken für die nächsten Jahre gesprochen. Das Langzeitprojekt mit Datenzentrum läuft seit 1988 und zeigt nicht zuletzt in der Corona-Pandemie seinen unermesslichen Wert. «Ich freue mich riesig über diese gute Nachricht aus Bern», sagt Huldrych Günthard, Professor für klinische Infektiologie am Universitätsspital Zürich USZ und Präsident der SHCS. Das USZ steuert mit knapp 2’000 Personen die grösste Gruppe Betroffener zur Kohortenstudie bei. Sie umfasste per Ende 2020 schweizweit mehr als 21'000 Menschen, die sich im Verlauf der Jahre seit 1988 mit dem HI-Virus infizierten. Von dieser übergreifenden Kohorte ist rund ein Viertel ...

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Kohorten-News SHCS – 30. Juni 2021

Vererbbarkeit der HIV-1 Reservoir-Grösse und Veränderung unter langzeitunterdrückender ART.

Wan Ch et al, Nature Communications 2020 Die antiretrovirale Therapie kann die durch HIV verursachte Sterblichkeit stark reduzieren, muss aber lebenslang eingenommen werden. Die antiretrovirale Therapie kann zwar die Vermehrung von HIV effizient stoppen, aber das HI-Virus nicht aus dem Körper komplett verdrängen. Ein Teil der Viruspopulation bildet ein sogenanntes HIV-Reservoir, in welchem das Virus sich zwar nicht vermehrt, sich aber für viele Jahre und gar Jahrzehnte trotz Therapie verstecken kann. Wird die Therapie dann unterbrochen, kommen die Viren aus diesem Reservoir hervor und vermehren sich wieder – damit schreitet die Krankheit weiter fort. Das HIV Reservoir ist somit die grösste Hürde auf dem Weg zu einer vollständigen Heilung von HIV. Aus diesem ...

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