Aktuell

Krankenkasse – 30. März 2017

Misère rund um die Hepatitis-C-Therapien: Atupri bezahlt à tout prix nicht!

Der Patient wartet seit Mai 2016 auf eine Behandlung. Damals hat sein Arzt eine Kostengutsprache an die Krankenkasse Atupri gestellt. Diagnose: eine chronische Hepatitis C mit einem Leberschaden, Stadium F4. Das entspricht einer Leberzirrhose. Der Patient erfüllt demnach voll und ganz die Bedingungen, die das BAG für eine Therapie vorsieht: Die Krankenkassen müssen von Gesetzes wegen die Therapie ab einem mittelschweren Leberschaden (F2) über die Grundversicherung bezahlen. Der Arzt bittet um die Kostengutsprache für das Medikament Harvoni. Dieses würde den Mann innerhalb von 3 Monaten von seiner Hepatitis-C-Infektion heilen. Es folgt eine Ablehnung der Krankenkasse mit der Begründung, es würden keine ...

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Aus unserem Leben – 30. März 2017

Ältere Menschen mit HIV in der Pflege

  Menschen mit HIV haben heute meist eine recht gute Lebensqualität und ihre Lebenserwartung hat sich dank den hoch wirksamen Therapien praktisch derjenigen der Allgemeinbevölkerung angeglichen. Die erfreuliche Entwicklung, dass Menschen mit HIV älter werden, bringt auch neue Herausforderungen mit sich. Mit dem Älterwerden treten - nebst den üblichen altersbedingten Beschwerden - auch Langzeitnebenwirkungen der Medikamente oder Langzeitfolgen der HIV-Infektion auf . Probleme können auftreten, wenn der Zeitpunkt kommt, an dem sie Hilfe oder Pflege in Anspruch nehmen müssen, sei dies zu Hause durch Partner, Verwandte, Freunde, durch einen ...

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Krankenkasse – 14. März 2017

Verweigerte Kostengutsprachen durch Krankenkassen

Die Limitatio, die das BAG für die neuen, hochwirksamen Hepatitis-C-Medikamente verfügt hat, schränkt den Zugang zu den Medikamenten – und damit die Chance auf Heilung für Patientinnen und Patienten – drastisch ein. Sie führt auch immer wieder zu Problemen mit Krankenkassen, welche die Kostengutsprachen unterschiedlich und zum Teil sehr restriktiv handhaben. Wir dokumentieren hier besonders stossende Fälle.Wenn Sie ebenfalls Probleme mit Kostengutsprachen haben und dringend auf eine Hepatitis-C-Therapie angewiesen sind, so melden Sie uns Ihren Fall unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Medienmitteilungen – 13. Februar 2017

Medienmitteilung - Hepatitis C Betroffene fordern ein Ende des Preiskrieges auf Kosten der Betroffenen

Medienmitteilung der Schweizerischen Hepatitis C Vereinigung und des Positivrats Schweiz zur eingeschränkten Zulassung von Epclusa Zürich, 10. Januar 2017 - Die gute Nachricht: Das neue Hepatitis-C Medikament Epclusa des Herstellers Gilead wurde am 1.1.2017 in der Schweiz zugelassen. Es ist das erste Medikament, welches gegen alle bekannten Genotypen des Virus wirkt und stellt wiederum einen Durchbruch in der Heilung der HCV-Betroffenen dar. Die schlechte: Epclusa wird gemäss BAG-Entscheid nur beim Einsatz gegen den Genotypen 3 ...

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Kohorten-News SHCS – 01. Dezember 2016

Information SHCS: Arbeitsfähigkeit und Beschäftigungsrate von HIV-infizierten Personen

Arbeitsfähigkeit und Beschäftigungsrate von HIV-infizierten Personen, welche in der Schweizerischen HIV Kohortenstudie unter einer antiretroviralen Therapie stehen. Open Forum Infectious Diseases Über die letzten Jahrzehnte hat sich die Lebenserwartung von HIV-infizierten Personen aufgrund der Verfügbarkeit von wirksamen antiretroviralen Therapien (ART) derjenigen der Allgemeinbevölkerung angeglichen. Daraus resultierend hat sich auch die Arbeitsfähigkeit und die Erwerbstätigenrate von HIV-infizierten Personen verbessert, welche früher aufgrund von HIV-bedingten Erkrankungen nicht mehr arbeitsfähig waren. Die Autoren Elzi und Kollegen haben in der vorliegenden Studie die Arbeitsfähigkeit und die Beschäftigungsraten von 5'800 Personen aus der ...

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Kohorten-News SHCS – 01. Dezember 2016

Information SHCS: Einfluss der antiretroviralen Therapieadhärenz auf das Risiko eines virologischen Versagens und die Sterblichkeit

Einfluss der antiretroviralen Therapieadhärenz auf das Risiko eines virologischen Versagens und die Sterblichkeit.   AIDSAdhärenz bezeichnet das Ausmass, in dem die Medikamenten-Einnahme mit den Empfehlungen des Arztes/der Ärztin übereinstimmt, auch Therapietreue genannt.Glass und Kollegen haben in der vorliegenden Arbeit den Einfluss der antiretroviralen Therapie- (ART) Treue (sog. Therapieadhärenz) auf die Wahrscheinlichkeit eines virologischen Versagens und auf die Patientensterblichkeit untersucht. Es zeigte sich, dass ein Auslassen von zwei oder mehr ART-Dosen innerhalb der vorangegangenen 4 Wochen das Risiko eines virologischen Versagens um das Fünffache erhöhte. Die Wahrscheinlichkeit eines virologischen ...

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Kohorten-News SHCS – 01. Dezember 2016

Information SHCS: Messung der HIV-Viruslast und der CD4-Zellzahl bei Patienten unter einer wirksamen ART

In welchen Abständen soll bei Patienten aus Ländern mit einem hohen Einkommen die unter einer wirksamen antiretroviralen Therapie stehen die HIV-Viruslast und die CD4-Zellzahl gemessen werden, um das Auftreten von Tod und AIDS-definierenden Erkrankungen reduzieren zu können? Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes In der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie (SHCS) messen wir bei Patienten, welche unter einer wirksamen antiretroviralen Therapie (ART) stehen und bei denen die HIV-Viruslast unter der ART unterdrückt ist alle 3 Monate die HIV-Viruslast und die CD4-Zellzahl. Caniglia und Kollegen haben in der vorliegenden Arbeit untersucht, welchen Einfluss eine Ausdehnung der Messungen auf 6- oder 9-12 monatliche Abstände bei ...

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Therapie & Gesundheit – 01. Dezember 2016

Nicht rauchen und Blutdruck kontrollieren senkt das Herzinfarktrisiko bei Menschen mit HIV um 20% bis 40%.

Im letzten Newsletter vom Oktober haben wir das Herzinfarktrisiko im Zusammenhang mit Abacavir thematisiert 1. In unserem Kommentar haben wir dieses Risiko in einen grösseren Zusammenhang gestellt, und dabei auch Rauchen und Kokainkonsum angeschaut. Vom 26. bis 27. September fand in Washington D.C. der «7th International Workshop on HIV and Aging» statt. Die Forscher Althoff, Gange und Gebo präsentierten dort eine Studie aus der nordamerikanischen Kohorte NA-ACCORD. Sie hatten dabei Daten von 29'000 Patienten analysiert. Ihre Schlussfolgerungen sind deutlich: Nichtrauchen und Blutdruck kontrollieren senkt das Herzinfarkt Typ 1 Risiko um einen Drittel, Typ 2 um einen Viertel. David Haerry / November ...

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