Aktuell

Positionen – 03. April 2017

Kontroversen um den neuen Generalkonsent

Die Verwendung gesundheitsbezogener Daten in der Forschung setzt die Information und das Einverständnis der Patienten voraus. Schweizer Spitäler fragen ihre Patienten regelmässig, ihre Daten und Blutproben für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Damit diese Einwilligungserklärungen nicht in jedem Spital anders aussehen, haben die Schweizer Ethikkommissionen einen neuen sogenannten Generalkonsent entwickelt. Um diesen ist nun eine Kontroverse entbrannt. Wer in der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie mitmacht kennt das Prozedere: Beim Eintritt in die Studie wird der Patient informiert und aufgeklärt, worum es geht und weshalb das Mitmachen wichtig ist. Patienten die schon lange dabei sind, haben die grosse Verbesserung der Behandlungsqualität selbst erfahren. ...

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Positionen – 03. April 2017

Swissmedic: Schwule Blutspender erwünscht – nach zwölf Monaten ohne Sex!

  Schon endlos dauert die Kontroverse um schwule Männer, welche seit über dreissig Jahren vom Blutspenden ausgeschlossen werden. Jetzt endlich bewegt sich die zuständige Swissmedic und bewilligt das Gesuch der Blutspende SRK Schweiz. Die Bedingung der Swissmedic könnte jedoch aus dem Vatikan kommen: Zwölf Monate ohne Sex ist die Voraussetzung. Unser Karikaturist Matti amüsiert sich, denn für schwule Männer hört sich das ziemlich weltfern an. Die Behörde begründet die Wartefrist lapidar mit „Vorsichtsmassnahmen wie sie bei verschiedenen anderen ...

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Positionen – 03. April 2017

Hepatitis-C Patienten: Vom System im Stich gelassen

David Haerry, Dani Horowitz Ein Patient stirbt, weil seine Erkrankung zu spät erkannt wird. Ein Patient mit fortgeschrittener Leberzirrhose wartet seit bald einem Jahr auf seine Therapie. Krankenkassen verweigern lebensrettende Therapien mit fadenscheinigen, gesetzeswidrigen Begründungen – das Schweizer Gesundheitssystem versagt. Trotzdem behauptet Herr Dr. Koch vom Bundesamt für Gesundheit in der Presse und am Fernsehen, dass alle Patienten, die eine Therapie brauchen, auch eine bekommen. Die verzweifelten Menschen, welche uns immer wieder kontaktieren, machen andere Erfahrungen.

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Aus unserem Leben – 30. März 2017

Wie können Hepatitis-C Medikamente günstig aus Indien importiert werden?

Die neuen DAA‘s (direct acting agents) gegen Hepatitis C sind für die Betroffenen ein Segen, wenn sie denn zur Anwendung kommen dürfen. Die Situation mit der Limitatio ist unerträglich und unseres Gesundheitswesens unwürdig. Wie kann es sein, dass jemand, der erwiesenermassen heilende Medikamente nehmen müsste, diese nicht erhält, bzw. sie nicht bezahlt bekommt? In der Zwischenzeit gibt es für die Betroffenen die pragmatische Alternative, sich die Medikamente legal in Indien zu besorgen. Dies ist sowohl möglich für diejenigen, deren Kostengutsprache trotz Erfüllung der Kriterien abgelehnt wurde, aber auch für die, die die Kriterien (noch) nicht erfüllen. Prinzipiell dürfen Medikamente nur für den persönlichen Bedarf in Einmonatsrationen in die Schweiz importiert werden. Bei ...

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Krankenkasse – 30. März 2017

Misère rund um die Hepatitis-C-Therapien: Atupri bezahlt à tout prix nicht!

Der Patient wartet seit Mai 2016 auf eine Behandlung. Damals hat sein Arzt eine Kostengutsprache an die Krankenkasse Atupri gestellt. Diagnose: eine chronische Hepatitis C mit einem Leberschaden, Stadium F4. Das entspricht einer Leberzirrhose. Der Patient erfüllt demnach voll und ganz die Bedingungen, die das BAG für eine Therapie vorsieht: Die Krankenkassen müssen von Gesetzes wegen die Therapie ab einem mittelschweren Leberschaden (F2) über die Grundversicherung bezahlen. Der Arzt bittet um die Kostengutsprache für das Medikament Harvoni. Dieses würde den Mann innerhalb von 3 Monaten von seiner Hepatitis-C-Infektion heilen. Es folgt eine Ablehnung der Krankenkasse mit der Begründung, es würden keine ...

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Aus unserem Leben – 30. März 2017

Ältere Menschen mit HIV in der Pflege

  Menschen mit HIV haben heute meist eine recht gute Lebensqualität und ihre Lebenserwartung hat sich dank den hoch wirksamen Therapien praktisch derjenigen der Allgemeinbevölkerung angeglichen. Die erfreuliche Entwicklung, dass Menschen mit HIV älter werden, bringt auch neue Herausforderungen mit sich. Mit dem Älterwerden treten - nebst den üblichen altersbedingten Beschwerden - auch Langzeitnebenwirkungen der Medikamente oder Langzeitfolgen der HIV-Infektion auf . Probleme können auftreten, wenn der Zeitpunkt kommt, an dem sie Hilfe oder Pflege in Anspruch nehmen müssen, sei dies zu Hause durch Partner, Verwandte, Freunde, durch einen ...

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Krankenkasse – 14. März 2017

Verweigerte Kostengutsprachen durch Krankenkassen

Die Limitatio, die das BAG für die neuen, hochwirksamen Hepatitis-C-Medikamente verfügt hat, schränkt den Zugang zu den Medikamenten – und damit die Chance auf Heilung für Patientinnen und Patienten – drastisch ein. Sie führt auch immer wieder zu Problemen mit Krankenkassen, welche die Kostengutsprachen unterschiedlich und zum Teil sehr restriktiv handhaben. Wir dokumentieren hier besonders stossende Fälle.Wenn Sie ebenfalls Probleme mit Kostengutsprachen haben und dringend auf eine Hepatitis-C-Therapie angewiesen sind, so melden Sie uns Ihren Fall unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Medienmitteilungen – 13. Februar 2017

Medienmitteilung - Hepatitis C Betroffene fordern ein Ende des Preiskrieges auf Kosten der Betroffenen

Medienmitteilung der Schweizerischen Hepatitis C Vereinigung und des Positivrats Schweiz zur eingeschränkten Zulassung von Epclusa Zürich, 10. Januar 2017 - Die gute Nachricht: Das neue Hepatitis-C Medikament Epclusa des Herstellers Gilead wurde am 1.1.2017 in der Schweiz zugelassen. Es ist das erste Medikament, welches gegen alle bekannten Genotypen des Virus wirkt und stellt wiederum einen Durchbruch in der Heilung der HCV-Betroffenen dar. Die schlechte: Epclusa wird gemäss BAG-Entscheid nur beim Einsatz gegen den Genotypen 3 ...

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