Aktuell

Aus unserem Leben – 04. April 2017

Hepatitis C: „Jeder sollte Zugang zu der Behandlung haben“

Die Geschichte von Tanja Klein* (43) „Gemerkt hat er nie etwas, bis vor gut einem Jahr“, erzählt Tanja Klein. Die 43-Jährige hat vor wenigen Monaten ihren Mann verloren. Er starb an einem aggressiven Leberkrebs. Ausgelöst durch eine nicht-diagnostizierte Hepatitis-C-Infektion. Alles begann im Dezember 2015. „Wir waren vor Weihnachten in München und haben Weizenbier getrunken. Da wurde es ihm zum ersten Mal richtig schlecht“, erzählt Frau Klein. Das Unwohlsein nahm über den Winter zu. „Wir dachten an eine hartnäckige Grippe.“ Ihr Mann war Heizungsmonteur und verrichtete als Handwerker anstrengende körperliche Arbeit. „Gearbeitet hat er immer.“ Doch er hörte auf zu kochen, was er früher immer sehr gerne getan hatte. „Ich dachte, es sei das Alter.“ Im Frühling ...

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Recht & Diskriminierung – 03. April 2017

Mit #undetectable endlich das HIV-Stigma überwinden

  Die wichtigste Botschaft des letzten Jahrzehntes ist für uns HIV-Positive mit Sicherheit das Swiss Statement der EKSG. Die Aussage, dass wir - unter der Bedingung einer erfolgreichen Therapie - nicht mehr infektiös sind, ist längst noch nicht überall angekommen. Die Aids-Hilfe Schweiz will dies Schritt für Schritt ändern. Den Anfang gemacht hat sie mit der Kampagne #undetectable . In einem Interview hat uns Andreas Lehner, Programmleiter MSM, Auskunft gegeben. Die Kernbotschaften der Kampagne lauten:

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Therapie & Gesundheit – 03. April 2017

Evolocumab: Ein neuer Lipidsenker wird bei Schweizer HIV-Patienten getestet

Interview mit Prof. Dr. med. Alexandra Calmy von der Infektiologie im Universitätsspital Genf Vielen HIV-Patienten machen erhöhte Cholesterinspiegel das Leben schwer. Zum Teil treten diese als Nebenwirkung der HIV-Therapie auf, zum Teil als Auswirkung des HIV selber; wieder bei andern sind es ganz einfach das Alter oder eine ungesunde Lebensweise. Die Folge ist ein höheres Risiko, an Herz-Kreislaufbeschwerden zu erkranken. Unsere Ärzte versuchen deshalb, überhöhtes Cholesterin womöglich zu senken. Das gelingt nicht immer. Evolocumab gehört zu einer neuen Klasse von Cholesterinsenkern. Die Substanz senkt erhöhte Spiegel auf bisher unbekannte Werte. Die ...

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Positionen – 03. April 2017

Kontroversen um den neuen Generalkonsent

Die Verwendung gesundheitsbezogener Daten in der Forschung setzt die Information und das Einverständnis der Patienten voraus. Schweizer Spitäler fragen ihre Patienten regelmässig, ihre Daten und Blutproben für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Damit diese Einwilligungserklärungen nicht in jedem Spital anders aussehen, haben die Schweizer Ethikkommissionen einen neuen sogenannten Generalkonsent entwickelt. Um diesen ist nun eine Kontroverse entbrannt. Wer in der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie mitmacht kennt das Prozedere: Beim Eintritt in die Studie wird der Patient informiert und aufgeklärt, worum es geht und weshalb das Mitmachen wichtig ist. Patienten die schon lange dabei sind, haben die grosse Verbesserung der Behandlungsqualität selbst erfahren. ...

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Positionen – 03. April 2017

Swissmedic: Schwule Blutspender erwünscht – nach zwölf Monaten ohne Sex!

  Schon endlos dauert die Kontroverse um schwule Männer, welche seit über dreissig Jahren vom Blutspenden ausgeschlossen werden. Jetzt endlich bewegt sich die zuständige Swissmedic und bewilligt das Gesuch der Blutspende SRK Schweiz. Die Bedingung der Swissmedic könnte jedoch aus dem Vatikan kommen: Zwölf Monate ohne Sex ist die Voraussetzung. Unser Karikaturist Matti amüsiert sich, denn für schwule Männer hört sich das ziemlich weltfern an. Die Behörde begründet die Wartefrist lapidar mit „Vorsichtsmassnahmen wie sie bei verschiedenen anderen ...

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Positionen – 03. April 2017

Hepatitis-C Patienten: Vom System im Stich gelassen

David Haerry, Dani Horowitz Ein Patient stirbt, weil seine Erkrankung zu spät erkannt wird. Ein Patient mit fortgeschrittener Leberzirrhose wartet seit bald einem Jahr auf seine Therapie. Krankenkassen verweigern lebensrettende Therapien mit fadenscheinigen, gesetzeswidrigen Begründungen – das Schweizer Gesundheitssystem versagt. Trotzdem behauptet Herr Dr. Koch vom Bundesamt für Gesundheit in der Presse und am Fernsehen, dass alle Patienten, die eine Therapie brauchen, auch eine bekommen. Die verzweifelten Menschen, welche uns immer wieder kontaktieren, machen andere Erfahrungen.

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Aus unserem Leben – 30. März 2017

Wie können Hepatitis-C Medikamente günstig aus Indien importiert werden?

Die neuen DAA‘s (direct acting agents) gegen Hepatitis C sind für die Betroffenen ein Segen, wenn sie denn zur Anwendung kommen dürfen. Die Situation mit der Limitatio ist unerträglich und unseres Gesundheitswesens unwürdig. Wie kann es sein, dass jemand, der erwiesenermassen heilende Medikamente nehmen müsste, diese nicht erhält, bzw. sie nicht bezahlt bekommt? In der Zwischenzeit gibt es für die Betroffenen die pragmatische Alternative, sich die Medikamente legal in Indien zu besorgen. Dies ist sowohl möglich für diejenigen, deren Kostengutsprache trotz Erfüllung der Kriterien abgelehnt wurde, aber auch für die, die die Kriterien (noch) nicht erfüllen. Prinzipiell dürfen Medikamente nur für den persönlichen Bedarf in Einmonatsrationen in die Schweiz importiert werden. Bei ...

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Krankenkasse – 30. März 2017

Misère rund um die Hepatitis-C-Therapien: Atupri bezahlt à tout prix nicht!

Der Patient wartet seit Mai 2016 auf eine Behandlung. Damals hat sein Arzt eine Kostengutsprache an die Krankenkasse Atupri gestellt. Diagnose: eine chronische Hepatitis C mit einem Leberschaden, Stadium F4. Das entspricht einer Leberzirrhose. Der Patient erfüllt demnach voll und ganz die Bedingungen, die das BAG für eine Therapie vorsieht: Die Krankenkassen müssen von Gesetzes wegen die Therapie ab einem mittelschweren Leberschaden (F2) über die Grundversicherung bezahlen. Der Arzt bittet um die Kostengutsprache für das Medikament Harvoni. Dieses würde den Mann innerhalb von 3 Monaten von seiner Hepatitis-C-Infektion heilen. Es folgt eine Ablehnung der Krankenkasse mit der Begründung, es würden keine ...

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