Aktuell

Positionen – 13. Juni 2017

Hepatitis C: Ein dringender Brief an Bundesrat Berset

  Die Schweizerische Hepatitis-C Vereinigung und der Positivrat schrieben vor einem Monat einen Brief an Herrn Bundesrat Berset. Gemeinsam fordern wir, dass das Katz- und Mausspiel auf dem Rücken der Patienten ein Ende hat. Ebenso fordern wir eine unmissverständliche Unterstützung der Schweizerischen Hepatitis-C Strategie durch das zuständige Bundesamt für Gesundheit. Die Antwort aus dem Departement des Innern ist nach Redaktionsschluss eingetroffen. Wir kommen in der nächsten Ausgabe darauf zurück. Sehr geehrter Herr Bundesrat,

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Positionen – 13. Juni 2017

Besserer Zugang zur Hepatitis-C Therapie? Zweifel sind angebracht.

Nach monatelangem Zögern liess das Bundesamt für Gesundheit am 27. April 2017 die Katze aus dem Sack: Endlich wird klar, wie das BAG den Therapiezugang verbessern möchte. Patienten, bei denen die Krankheit rascher fortschreitet oder bei denen das Übertragungsrisiko erhöht ist, sollen ohne Einschränkung behandelt werden können. Was gut tönt, hält einer kritischen Überprüfung nicht stand, ist ethisch fragwürdig, und verkompliziert den Therapiezugang noch mehr. Im Pressetext1 vom April verkündet das BAG, dass die bisherige Limitation auf Fibrosegrad 2 und höher den Behandlungsempfehlungen internationaler Leitlinien und der Vergütungspraxis ...

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Aus unserem Leben – 13. Juni 2017

Diagnose Hepatitis C ?..... Patientube hilft Patienten sich zu vernetzen.

Hepatitis C ist eine der Krankheiten, die aufgrund der Tatsache, dass die meisten so wenig darüber wissen, mit Vorurteilen behaftet sind, so wie auch HIV und Aids. Ich weiss, wovon ich spreche, denn ich war eine Betroffene. Mit 23 Jahren infizierte ich mich bei einem Homöopathen durch eine verschmutzte Spitze mit dem Virus. Heute bin ich gesund! Und möchte mit dem Aufbau des Onlineportals «Patientube» meine Erfahrungen weiter- und anderen Betroffenen eine Stimme geben.   Durchs Leben gerast  Ich weiss sehr genau, was es ...

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Aktuell – 13. Juni 2017

Ausblick: Welt-Hepatitis-Tag 2017 - Gewissheit schaffen

  40'000 Menschen in unserem Land leben mit einer chronischen Hepatitis C und 30'000 mit einer Hepatitis B. Doch zu viele wissen nichts von der Infektion! Und dies, obwohl Hepatitis C geheilt und Hepatitis B behandelt werden kann. Das wollen wir ändern. Wir rufen zum Welt-Hepatitis-Tag vom 28. Juli 2017 alle auf, den Risikocheck aufwww.hepatitis-schweiz.ch zu machen. Wer ein Risiko in der Vergangenheit hatte, soll im Rahmen der Kampagne die Möglichkeit für einen kostenlosen Test in einer Partnerteststelle ...

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Therapie & Gesundheit – 13. Juni 2017

Internationaler Leberkongress 2017 (EASL) – ein Kurzbericht

Das Jahrestreffen der europäischen Lebergesellschaft ging vom 19. bis 23. April 2017 in Amsterdam über die Bühne. Die wichtigsten Themen bleiben unverändert: Screening (zum Auffinden nicht diagnostizierter Infektionen), Behandlung und die Überwachung der Patienten nach erfolgter Heilung. Es kommen kaum noch neue Medikamente auf den Markt – nun geht es mehr um die Implementierung der Therapien und nationale Programme zur effizienten Eliminierung der Hepatitis C. Gleichzeitig publizierte die Weltgesundheitsorganisation WHO ihren globalen Hepatitisbericht 2017. Das Wichtigste aus dem globalen Hepatitisbericht der WHO in Kürze: Die...

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Therapie & Gesundheit – 13. Juni 2017

CROI 2017 – ein Kurzbericht

An der aus wissenschaftlicher Sicht wichtigsten HIV-Konferenz CROI im Februar 2017 in Seattle gab es Berichte zu neuen Medikamenten und zu Therapievereinfachungsstrategien. Ko-Infektion mit Hepatitis C war wiederum ein wichtiges Thema. Viel Raum hatte auch die Prä-Expositionsprophylaxe PrEP – hier wurde vor allem über einen Fall von PrEP-Versagen geredet. 90-90-90 lautet die UNAIDS Devise zu HIV: Bis 2020 kennen 90% der Menschen mit HIV ihren Status. Davon kriegen 90% eine antiretrovirale Therapie, und 90% der therapierten Patienten haben eine unterdrückte Viruslast. In der Schweiz erfüllen wir das zweite und das dritte Ziel spielend, beim ersten Ziel hapert es ein wenig – zuviele ...

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Recht & Diskriminierung – 13. Juni 2017

Unter Nachweisgrenze: Gilt nicht im Fall Richard R.?

Im Schweizer Gesetz wird ungeschützter Sex unter serodiskordanten Sexualpartnern inzwischen liberal und vernünftig geregelt. Dass das Sexualstrafrecht im Ausland nicht überall im gleichen Masse von Vernunft geprägt ist, hat Richard, ein junger Slowake kürzlich am eigenen Leib erfahren müssen. Er steht unter erfolgreicher HIV-Therapie. In seinem Heimatland hatte er mit einer Partnerin ungeschützten Sex ohne sie über seine Situation ins Bild zu setzen. Die Partnerin klagte ihn an, ihr seinen Status verschwiegen zu haben. Dass eine Infektion der Freundin nicht möglich ist, leuchtete in der Slowakei niemandem ein. Es wurde ein Urteil gefällt, das klar von moralisierenden Momenten geprägt ...

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Aus unserem Leben – 13. Juni 2017

Was gibt es neues bei EUPATI und bei EUPATI Schweiz?

Die EUPATI Toolbox bietet gut verständliches Informations­material zu Themen rund um die Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln. Dieses kann in Form von Artikeln, Datenblättern, Präsentationen und Grafiken via Internet abgerufen werden. Es ist frei zugänglich und mehrsprachig. Dieses Angebot gab es bisher inden sieben Sprachen Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Polnisch und Rus­sisch, seit kurzem auch in Holländisch. Im weiteren bietet

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Kohorten-News POSITIV – 13. Juni 2017

Neues aus der Kohortenstudie SHCS - Fast normale Lebenserwartung von Menschen mit HIV (SHCS & ART-CC)1

Ein Zwanzigjähriger, der heute eine HIV-Therapie beginnt, lebt gute 10 Jahre länger als noch vor zwanzig Jahren. Die Lebenserwartung eines Patienten, der ab 2008 eine Therapie begonnen hat und nach einem Jahr eine tiefe Viruslast erreichte, beträgt rund 78 Jahre und ist fast so hoch wie bei Menschen ohne HIV. Damit ein langes und gesundes Leben für Menschen mit HIV möglich wird, ist ein früher Therapiebeginn ein entscheidender Faktor. Doch zum grossen Erfolg der antiretroviralen Therapie tragen weitere Aspekte bei: Die neueren Therapien haben weniger Nebenwirkungen und sind wirksamer.

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